Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung hängen sehr stark von der Pflegestufe der zu pflegenden Person ab. Die Krankenkassen müssen hierbei die pflegebedürftige Person und die Angehörigen beraten. Auch ein kostenloser Pflegekurs muss angeboten werden um Grundlagen der häuslichen Pflege zu vermitteln.

Das Pflegegeld

Das Pflegegeld wird monatlich an die Angehörigen oder an nahestehende Personen ausbezahlt, welche die Pflege übernehmen. Das Pflegegeld beträgt (Stand 2011):
Pflegestufe 1: 225 Euro
Pflegestufe 2: 430 Euro
Pflegestufe 3: 685 Euro

Sachleistungen

Für eine professionelle Pflege durch Fachkräfte zahlen die Krankenkassen monatlich (Stand 2011):
Pflegestufe 1:  440 Euro
Pflegestufe 2: 1.040 Euro
Pflegestufe 3: 1.510 Euro
Härtefall: 1.918 Euro

Verhinderungspflege

Kann die pflegende Person aufgrund von Urlaub oder Krankheit nicht die Pflege ausführen, zahlt die Krankenkasse eine Verhinderungspflege bis zu 4 Wochen pro Jahr. Unabhängig von der Pflegestufe zahlt die Krankenkasse 1.510 Euro (Stand 2011).

Betreuungsleistungen

Falls nicht nur die Pflege sondern auch eine Betreuung notwendig ist (beispielsweise Demenzkranke), so zahlt die Krankenkasse zusätzlich ein Betreuungsgeld.
Auch für die Kurzzeitpflege z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder die Tages- oder Nachtpflege (Pflege außer Haus) gibt es Leistungen.

Pflegegerechtes Wohnen

Um die Wohnung pflegerecht umzugestalten (z.B. ebenerdige Dusche, entfernen von Stufen, etc.) zahlt die Krankenkasse einen Zuschuss in Höhe von bis zu 2.557 Euro (Stand 2011).

Hausnotruf

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für den Hausnotruf, sofern die pflegebedürftige Person alleine lebt.

Pflegeheim

Wird die zu pflegende Person in einem Pflegeheim untergebracht, übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten für die Pflege. Kosten für die Unterkunft und die Verpflegung müssen aus eigener Tasche finanziert werden.